Naturbrand
Zeeland hat viele Naturgebiete mit Dünen, Wäldern, Heideflächen und Grasland. Diese Natur ist schön, aber auch empfindlich. Vor allem im Frühjahr und Sommer steigt die Gefahr eines Naturbrandes. Ein Naturbrand kann sich schnell und unvorhersehbar ausbreiten und an mehreren Stellen gleichzeitig entstehen. Das macht einen Naturbrand schwer zu bekämpfen.
Neben dem Verlust wertvoller Natur stellt ein Naturbrand auch ein Risiko für Menschen und Tiere dar. Die größte Gefahr für dich als Besucher oder Bewohner besteht darin, dass du vom Feuer überrascht wirst, eingeschlossen wirst und nicht mehr entkommen kannst. Um dich darauf vorzubereiten, findest du unten die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zum Thema Naturbrand.
Robert Maranus - Spezialist Naturbrand
Wusstest du, dass 70 % der Waldbrände von Menschen verursacht werden? Oft versehentlich. Bei einem erhöhten Risiko ist es gut, besonders aufmerksam auf das zu sein, was du tust.
Wie hoch ist das Risiko eines Naturbrandes in Zeeland?
Die meisten Naturbrände entstehen durch menschliches Verhalten. Zum Beispiel durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuer, wie Grillen, Feuerkörbe oder das Wegwerfen einer Zigarette. Manchmal handelt es sich um Brandstiftung. In seltenen Fällen entsteht ein Naturbrand durch natürliche Ursachen, wie einen Blitzeinschlag.
Das Risiko eines Naturbrandes steigt durch eine Kombination von Faktoren:
- die Jahreszeit (vor allem Frühjahr und Sommer);
- die Art der Vegetation, wie Heide, Sanddorn und Nadelwald;
- die Anzahl der Menschen in Naturgebieten, wie Wanderer und Camper;
- Wetterbedingungen wie Trockenheit und Wind.
In Zeeland sind einige Naturgebiete besonders anfällig für Naturbrände, darunter:
- Kop van Schouwen;
- De Schotsman;
- De Manteling van Walcheren;
- Axelsche Bos;
- das Wassergewinnungsgebiet Sint Jansteen.
Wie wird das Naturbrandrisiko in Zeeland überwacht?
In Zeeland gibt es eine Messstation in den Dünen bei Burgh-Haamstede. Diese Station misst die Trockenheit der Natur. Diese Messung wird als Trockenheitsindex bezeichnet. Auf Grundlage dieses Index entscheidet die Feuerwehr, welche (zusätzlichen) Maßnahmen bei einem Naturbrand erforderlich sind.
Die Messstation ist mit www.natuurbrandrisico.nl verbunden. Auf dieser Website gibt es zwei Phasen:
- Phase 1: normales Risiko
- Phase 2: erhöhte Wachsamkeit
Zu jeder Phase gehören spezifische Empfehlungen und Maßnahmen. Auf dieser Gefahrenseite erfährst du, was diese Phasen bedeuten.
Was bedeuten Phase 1 und Phase 2 für dich?
Phase 1: normales Risiko
- Halte Löschmittel bereit.
- Wirf keine Zigaretten, Glas oder Abfall in die Natur.
- Parke dein Auto nicht auf hohem, trockenem Gras.
- Berücksichtige, dass es in Naturgebieten nicht überall Mobilfunkempfang gibt.
- Sei aufmerksam bei verdächtigen Situationen und melde diese beim Grundstückseigentümer oder über 112.
Phase 2: erhöhte Wachsamkeit
- In Naturgebieten ist offenes Feuer nicht erlaubt. Das gilt auch für Feuerkörbe, Fackeln, Himmelslaternen und Feuerwerk.
- Kochen mit offenem Feuer auf festen Brennstoffen wie Holz oder Holzkohle ist nicht erlaubt.
- Eventuelle Ausnahmen von Feuerverboten sind meist nicht mehr gültig.
- Sei besonders aufmerksam bei verdächtigen Situationen und melde diese.
- Halte Löschmittel bereit.
- Nimm bei einem Naturbesuch eine Karte, ein GPS-Gerät oder eine Wander-App mit.
Wie kannst du einen Naturbrand verhindern?
Ein Naturbrand lässt sich oft vermeiden. Mit deinem Verhalten kannst du das Risiko deutlich verringern.
- Rauche nicht in der Natur, besonders nicht bei Trockenheit.
- Mache in trockenen Perioden kein offenes Feuer.
- Sei immer vorsichtig mit offenem Feuer. Grillen oder Feuerkörbe sind nur erlaubt, wo dies ausdrücklich gestattet ist.
- Wirf Zigarettenstummel, Glas und Abfall niemals in die Natur, sondern entsorge sie im Müll oder nimm sie mit nach Hause.
- Lasse keine Grillkohle oder Gartenabfälle zurück. Diese können sich selbst entzünden.
- Beim Campen: Halte immer Löschmittel bereit, wie Löschdecke, Gartenschlauch, Feuerlöscher oder einen Eimer Wasser.
- Parke dein Auto nicht auf Waldwegen.
- Parke dein Auto nicht auf hohem, trockenem Gras. Der Katalysator kann sehr heiß werden und einen Brand verursachen.
Zusätzliche Hinweise
- Sei besonders aufmerksam in Heide- und Kieferngebieten.
- Halte dich an die Regeln des Naturgebietes, der Gemeinde oder deiner Unterkunft.
- Berücksichtige eingeschränkten Mobilfunkempfang.
- Nimm ggf. eine Karte, Wander-App oder GPS mit.
- Vermutest du Brandstiftung? Melde dies über 112 und versuche – wenn sicher – Standort, Beschreibung oder Kennzeichen zu merken.
Was kannst du bei Trockenheit und Hitze zusätzlich tun?
- Gehe davon aus, dass offenes Feuer oft verboten ist.
- Informiere dich vorab über geltende Regeln.
- Sei aufmerksam bei Rauch oder Feuer.
- Halte Löschmittel bereit.
- Achte auf eingeschränkten Mobilfunkempfang.
- Parke dein Auto immer auf befestigtem Untergrund.
- Parke nicht auf trockenem Gras.
Was musst du tun, wenn es zu einem Naturbrand kommt?
- Warte nicht auf Hilfe. Fliehe sofort.
- Suche einen sicheren Ort (Straße, befestigte Fläche, Wohngebiet).
- Laufe nicht in Windrichtung oder vor dem Feuer her.
- Fliehe quer zur Windrichtung.
- Hilf anderen, wenn möglich.
- Rufe 112 an und gib deinen Standort so genau wie möglich an.
- Mit der 112NL-App kannst du deinen Standort automatisch übermitteln.
- Befolge Anweisungen der Behörden.
- Lade die Zeeland Veilig-App herunter.
- Folge den Informationen über Website, X @VRZ und Facebook Zeeland Veilig.